Die grüne “Jagdreform” in NRW

Der “runde Tisch” zum Jagdgesetz in NRW ist wie die Sachverständigenanhörung zum Waffenrecht (2003 wie auch 2009) – eine ALIBI-Veranstaltung.

2009 wurde (zwei Monate nach dem Amoklauf von Winnenden) ein Gesetzentwurf präsentiert. An diesem wurde – trotz Kritik von echten Sachverständigen, auch Staatsanwälten und Kriminologen – nichts geändert. Und genau diese Kritikpunkte haben sich im Nachhinein in der Praxis genauso schlecht abgebildet, wie sie vorab kritisiert wurden.

Das gleiche passiert aktuell mit dem Jagdgesetz-Entwurf, der auch noch nach über 100 Jahren einen neuen Namen verpasst bekommt (Wildmanagement) in NRW. Die Grünen versuchen ihre (hoffentlich) kurze Regierungszeit zu nutzen, um Paradigmenwechsel herbeizuführen. Sie treiben den angeblichen Teufel mit dem Belzebub aus. Dabei bräuchten sie nur nach Holland zu schauen.

Wer 2004 Biogas als das Allheilmittel anpreist und 5 Jahre später verteufelt, wer Windräder als Allheilmittel anpreist und dabei den Tod von 200.000 Flugtieren pro Jahr in Kauf nimmt und vergisst erst ins Netzwerk zu investieren, wer Elektroautos fördert und vergißt, dass Lithium für die Batterien begrenzt und teuer ist, wer Hausdämmungen ohne Rücksicht auf Denkmalschutz vorschreibt und vergißt, dass die Fassaden 25 Jahre später auf der Sondermülldeponie landen, wer Waffen verteufelt und 2014 die Bundeswehr in den Krieg schicken will, der glaubt auch ans Waldsterben, die menschengemachte Klimaerwärmung und dass bei veganer Ernährung keine Tiere sterben….

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Same procedure….. : FBI Statistik von den Medien falsch interpretiert

Die Süddeutsche Zeitung hat – mal wieder – das Wesentliche übersehen und verwechselt Amokläufe mit “active shooter incidents”.

Zahl der Amokläufe steigt: Newtown, Aurora, Blacksburg: Das FBI hat Amokläufe in den USA untersucht. Ergebnis: Es gibt immer mehr Opfer. Die Täter sind meist männlich und handeln allein. (SZ vom 25. September 2014)

FBI-Studie (Foto: Federal Bureau of Investigation)

FBI-Studie (Foto: Federal Bureau of Investigation)

Dabei steht in der Studie, deren Foto die SZ verlinkt, alles Wichtige. Man kann daher davon ausgehen, dass die Schreiberin Anna Fischhaber die Studie gelesen hat.

This is not a study of mass killings or mass shootings, but rather a study of a specific type of shooting situation law enforcement and the public may face. [1]

Dies ist keine Studie über Massenmorde oder Massenschießereien (Anm.: irrtümlich von den Medien als Amoklauf bezeichnet), sondern eine Studie über eine ausgewählte Art von Schießereien, auf die Polizei und Öffentlichkeit treffen können.

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Jäger, kämpft jetzt!

PIRSCH 19.09.2014 | Offener Brief von Florian Asche

Rechtsanwalt Dr. Florian Asche hat Angst, nachdem die geplanten Jagdgesetz-Änderungen der grün-roten Landesregierung von NRW aus dem Sack sind. 

…. Ich habe Angst vor Ihnen, lieber Herr Müller-Schallenberg. 
Es ist Angst vor Ihrer Betulichkeit. Angst vor dieser Kaffee- und Plätzchenmentalität, den ‘konstruktiven Gesprächen’. Angst vor Ihrer ‘Politik der ruhigen Hand’.

Wenn Ihr Verband als Reaktion auf einen Gesetzesentwurf, der von Verboten und Unfreiheit strotzt, verkündet: ‘Die Jagd wird nicht abgeschafft!’, dann klingt das schon nach einem echten Erfolg. Es klingt, als seien Sie schon fast zufrieden, als sei das Schlimmste von Ihnen verhütet worden.

Dabei verabschieden wir uns gerade von allen Errungenschaften bürgerlicher Freiheit, für die Generationen vor uns geblutet haben. Was ist das für ein Land, in dem ich noch nicht einmal in meinem eigenen Wald einen Wildacker anlegen darf? Dieses Gesetz ist Ausdruck einer Anmaßung absoluter Deutungshoheit über den Begriff der Natur und das ist nichts anderes als ökologischer Faschismus. Man muss es so deutlich beim Namen nennen. …

Update 24.09.2014 : jetzt Positionspapier unterschreiben

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Newsletter 3/2014 : Jagdmesse/Waffenrecht-Datenbank

triebel_mit-de

Mail-Newsletter 3/2014 meiner Firma

Inhalt

  • 5. Jagdmesse in Liebenberg am 27./28. September 2014
  • Crowdfunding für die größte deutsche Waffenrecht-Datenbank
  • Wahlprüfsteine für die Landtagswahlen in Thüringen und Brandenburg
  • Waffen in den Medien
  • Aktuelles für Jäger
  • Aktuelles zur EU
  • Waffen richtig vererben

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Geschichte wiederholt sich: Die Zentrale

Die Zentrale weiß alles besser. Die Zentrale hat die Übersicht, den Glauben an die Übersicht und eine Kartothek. In der Zentrale sind die Männer mit unendlichem Stunk untereinander beschäftigt, aber sie klopfen dir auf die Schulter und sagen: »Lieber Freund, Sie können das von Ihrem Einzelposten nicht so beurteilen! Wir in der Zentrale … «

Die Zentrale hat zunächst eine Hauptsorge: Zentrale zu bleiben. Gnade Gott dem untergeordneten Organ, das wagte, etwas selbständig zu tun! Ob es vernünftig war oder nicht, ob es nötig war oder nicht, ob es da gebrannt hat oder nicht –: erst muß die Zentrale gefragt werden. Wofür wäre sie denn sonst Zentrale! Dafür, dass sie Zentrale ist! merken Sie sich das. Mögen die draußen sehen, wie sie fertigwerden! Weiterlesen

Statistik der Bundesregierung zu Amokläufen

Die  Antwort der Bundesregierung zu einer umfangreichen Kleinen Anfrage der Grünen wird von den Grünen und den Medien missbräuchlich verwendet.

Amoklauf-Statistik: Waffen der Täter meist legal und registriert

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine neue Statistik über Amokläufe in Deutschland könnte eine Debatte über die Verschärfung des Waffenrechts in Gang setzen. Nach Angaben der Bundesregierung sind bei den sieben Amokläufen seit 2002 in der Mehrzahl amtlich registrierte Waffen benutzt worden, die überwiegend legal im Besitz der Täter waren. Bei den Taten … waren insgesamt 51 Menschen ums Leben gekommen.

Die Grünen im Bundestag … zeigten sich alarmiert und forderten eine Gesetzesverschärfung. … “Die Munition muss mit klar geregelten Zugangsbestimmungen an einem anderen Ort gelagert werden”, sagte Mihalic. Die öffentliche Sicherheit müsse absoluten Vorrang haben. (dts Nachrichtenagentur vom 01.08.2014)

Bei Überprüfung der Statistik erweisen sich diese Aussagen als falsch

Frage 22 der GRÜNEN: Wie viele registrierte und wie viele illegale Schusswaffen wurden bei Amokläufen in Deutschland mit Schusswaffeneinsatz seit dem Jahr 2000 nach Kenntnis der Bundesregierung von den Tätern verwandt?

Antwort der Bundesregierung:

Es existiert kein einheitliches Verständnis des Begriffs „Amoklauf“. [..] Eine systematische Auswertung der gemeldeten Fälle im Sinne der Fragestellung ist daher nicht möglich. Die in Betracht kommenden Taten stellen phänomenologisch Einzelfälle dar. Vor diesem Hintergrund konnten beispielsweise die in der Öffentlichkeit als Amokläufe bekannt gewordenen Fälle recherchiert und zu diesen wiederum Aussagen im Sinne der Fragestellung getroffen werden. Die nachfolgende Aufzählung erhebt vor diesem Hintergrund keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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